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Blackbird

Sprungbrett

Auf der Hauptschule, Werkrealschule und Realschule in Baden-Württemberg ist im Schuljahr 2022/2023 die Lektüre "Blackbird" eine der Pflichtlektüren, die im Fach Deutsch gelesen werden. Worum es in dieser Lektüre genau geht und welche Personen vorkommen, findest Du in diesem Beitrag. Hier haben wir eine Zusammenfassung und einzelne Kapitel-Zusammenfassungen für Dich erstellt.

Die Welt des 15-jährigen Motte steht Kopf: Sein bester Freund Bogi ist plötzlich sehr krank, seine Eltern haben sich gerade getrennt und dann verliebt er sich auch noch in Jacqueline Schmiedebach, die blonde Schönheit vom Nachbargymnasium.

Motte durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, das ihn vor unbekannte und schmerz­volle Herausforderungen stellt: Die Angst um Bogi und die Hoffnung auf dessen Genesung; das heftige Verliebtsein in Jacqueline und der schlimme Liebeskummer nach einem desaströsen Treffen mit ihr; die Trennung der Eltern.

Immer größere Sprachlosigkeit macht sich in und um Motte herum breit. Mottes Eltern hatten sich schon lange nichts mehr zu sagen und auch zwischen Motte und seinem Vater herrscht Schweigen über die familiäre Situation. Zudem quält Motte sein schlech­tes Gewissen, weil er sich davor drückt, Bogi öfter im Krankenhaus zu besuchen. Er weiß nicht, worüber er mit seinem besten Freund sprechen soll. Als Bogi schließlich stirbt, verstummt Motte vollständig, kein Wort kommt mehr über seine Lippen.

Erst Steffi, seine Freundin aus Kindertagen, bringt Motte schließlich dazu, den Schmerz zuzulassen und seine Sprache wiederzufinden.

Blackbird - Zusammenfassung

Der Roman spielt in den 1970er-Jahren der Bundesrepublik. Der fünfzehnjährige Morten Schu­macher, genannt Motte, erfährt, dass sein bester Freund Manfred Schnellstieg, genannt Bogi, an Krebs erkrankt ist und möglicherweise sterben wird. Zudem löst sich Mottes Zuhause gerade auf, denn seine Eltern haben sich getrennt und Mottes Vater ist dabei auszuziehen. Mottes gesamtes Leben steht plötzlich kopf, nichts ist mehr so, wie es einmal war. Und als wäre das nicht schon genug Gefühlschaos, verliebt er sich auch noch in die hübsche Jacqueline Schmie­debach, die das Nach­bar­gym­nasium besucht. Das heißersehnte Treffen mit ihr endet allerdings in einer Katastrophe für Motte.

Während Motte einerseits die Gefühle des Verliebtseins und des Liebeskummers überwältigen, plagt ihn andererseits sein schlechtes Gewissen gegenüber Bogi, dessen Zustand sich immer weiter verschlechtert und den er zu selten im Kranken­haus besucht. Motte ist verunsichert, weil ihm nichts einfällt, worüber er mit Bogi sprechen könnte. Die Freunde Jan und Walki scheinen mit der Situation besser zurecht­zukommen, ihnen gelingt es sogar, Bogi aufzuheitern.

Nach dem schrecklichen Reinfall mit Jacqueline kommt Motte Steffi, einer ehemaligen Klas­sen­­­kameradin aus der Grundschule, näher, nachdem sie sich zufällig wieder­begegnet sind. Mit Steffi an seiner Seite geht es Motte besser, aber die Trauer um seinen sterbenden Freund muss er mit sich allein ausmachen. Als Bogi für eine Zeit nach Hause darf, schöpfen alle Hoffnung, dass er die Krankheit doch noch besiegen kann. Die beiden Freunde kommen sich in dieser Zeit wieder näher. Dann aber stirbt Bogi. Motte ist gerade bei ihm im Krankenhaus, als es passiert. Geschockt rennt er davon, flieht vor der furchtbaren Tatsache, dass er seinen besten Freund für immer verloren hat. Er holt die beiden Flaschen Amselfelder Rotwein, die Bogi und er auf einer Turnierfahrt gemeinsam hatten trinken wollen, aus ihrem Versteck und betrinkt sich damit. Zuflucht sucht er zunächst bei seinem Sozialkundelehrer und dann beim Bademeister Elvis. Er ist aber nicht in der Lage über seinen Schmerz zu sprechen und schließlich verstummt er ganz. Kein Wort kommt mehr über seine Lippen. Erst nach Bogis Beerdigung, als Motte und Steffi noch einmal allein an Bogis Grab stehen und Abschied nehmen, findet Motte seine Sprache wieder und spricht sein erstes Wort seit Wochen.

Blackbird - Kapitelzusammenfassung

Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung für jedes einzelne Kapitel der Lektüre. Die Seitenzahlen beziehen sich auf diese Textausgabe: Matthias Brandt: Blackbird. Verlag Kiepenheuer & Witsch 2021, Köln.

Der 15-jährige Morten Schumacher, genannt Motte, erfährt am Telefon vom Vater seines besten Freundes Manfred, genannt Bogi, dass dieser aufgrund eines Untersuchungsergebnisses ins Krankenhaus gebracht wurde. Deshalb kann Bogi auch nicht an der geplanten Turnierfahrt teilnehmen. Auf dieser Fahrt wollten die beiden Freunde ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol sammeln; dazu hatten sie sich zwei Flaschen Amselfelder Rotwein besorgt und in einem sicheren Versteck deponiert. Mottes Eltern haben sich vor Kurzem getrennt. Der Vater hat eine neue Lebensgefährtin und ist gerade dabei auszuziehen.

Motte fährt ins Krankenhaus, um Bogi zu besuchen. Ein Gespräch will aber nicht so recht in Gang kommen; Bogi kommt Motte fremd vor und er weiß nicht, wie er diese ungewohnte Situation überspielen soll. Bogi hat das Non-Hodgkin-Lymphom, eine aggressive Krebsart, und Motte weiß, dass sein Freund daran sterben könnte. Erst als die Freunde Walki und Jan dazustoßen, lockert sich die Atmosphäre etwas auf.

Als die hübsche Jacqueline Schmiedebach, die aufs Nachbargymnasium, das „Einstein“, geht, mit ihrem Fahrrad an Motte vorbeifährt und ihn dabei anlächelt, ist es um Motte geschehen – er hat sich verliebt. Er versucht Jacqueline zufällig zu begegnen, indem er sich an den Fähranleger stellt und dort auf sie wartet. Sie wohnt auf der anderen Seite des Flusses und muss deshalb täglich die Fähre nehmen. Eine zufällige Begegnung findet aber nicht statt.

Motte und sein Vater begegnen sich im Wohnzimmer. Obwohl sich beide kaum noch sehen, haben sie sich nichts zu sagen. Motte denkt über den Auszug seines Vaters nach und stellt fest, dass seine Eltern eigentlich schon seit geraumer Zeit nicht mehr richtig miteinander reden. Dass sich seine Mutter nun verstärkt um ihn kümmern möchte, stört Motte eher, weil er erst einmal mit seinen eigenen Gefühlen klar kommen muss und nicht auch noch die Trauer der Mutter über die familiäre Situation aushalten will. Zuhause trifft Motte unerwartet auf Stefanie Fuchs, eine frühere Mitschülerin aus der Grundschule. Steffi macht eine Ausbildung zur Schornsteinfegerin und ist zusammen mit ihrem Chef bei den Schumachers im Einsatz.

An seinem sechzehnten Geburtstag fasst sich Motte ein Herz und schreibt einen Brief an Jacqueline. Darin fragt er sie, ob sie sich mit ihm treffen würde. Als Treffpunkt schlägt er den Fähranleger vor.

Walki soll den Brief seiner Schwester Manuela, die ebenfalls das Einstein-Gymnasium besucht, übergeben, die ihn dann wiederum Jacqueline zukommen lassen soll. Da beide Schulen den Sportplatz miteinander teilen, soll Walki den Brief dort an seine Schwester übergeben. Als Motte doch noch kalte Füße bekommt und den Brief von Walki zurückhaben will, weigert sich dieser, ihn herauszugeben. Er findet den Brief großartig und will dafür sorgen, dass Jacqueline ihn erhält.

Es gelingt Walki, den Brief an Manuela weiter­zugeben. Nervös und aufgeregt fiebert Motte dem Treffen entgegen. Jacqueline taucht tatsächlich am Fähranleger auf. Sie unterhalten sich, berühren sich beim Zusammensitzen und zum Abschied bekommt Motte sogar einen Kuss. Seinen Vorschlag, am Sonntag zusammen ins Kino zu gehen, nimmt sie an.

Die Möbel von Mottes Vater werden abgeholt. Motte hat das Gefühl, dass sein Leben auseinanderbricht. Auch er und seine Mutter müssen aus dem gemeinsamen Haus ausziehen. Sie schauen sich eine neue Wohnung an. Motte fühlt sich schlecht, weil er glaubt, dass er Bogi nicht oft genug im Krankenhaus besucht. Oft fühlt sich Motte aber bei seinen Besuchen unwohl, weil ihm dann nichts einfällt, worüber er mit Bogi reden könnte. Bogis Mutter bittet ihn eindringlich, Bogi nicht allein zu lassen und ihn weiterhin zu unterstützen. Motte erhält eine Postkarte von Steffi, die ihm indirekt sagt, dass sie sich gerne mit ihm treffen würde.

Motte trifft sich mit Jacqueline zum verabredeten Kinobesuch. Als sie schließlich eintrifft, ist sie aber nicht allein. Sie bringt Callum, den englischen Austauschschüler ihres Bruders, mit. Motte versucht, sich seinen Ärger und seine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Während des Films berührt er Jacquelines Hand, die diese aber zurückzieht. Kurz darauf sieht er, dass sich Jacqueline und Callum küssen. Hals über Kopf rennt er aus dem Kino. Schmerz, Wut und vor allem das Gefühl der Scham überwältigen ihn.

Die Sache mit Jacqueline nimmt Motte ziemlich mit. Jan und Walki merken, dass die Verabredung nicht gut gelaufen ist, und fragen nicht genauer nach. Walki meldet sich im Sportunterricht freiwillig zu einer Nachprüfung beim verhassten Lehrer Kragler. Die Schüler halten den Lehrer für einen Nazi, der es liebt, schwächere unter ihnen zu schikanieren. Da Walki ein schneller Läufer ist, erhofft sich Kragler, mit ihm einen guten Wettbewerbskandidaten zu gewinnen. Bei der Nachprüfung ist Walki tatsächlich dabei, eine Rekordzeit zu laufen, und Kragler ist in helle Aufregung versetzt. Dann aber bleibt Walki wenige Meter vor dem Ziel stehen, beleidigt den Lehrer und wirft ihm Situationen an den Kopf, in denen der Lehrer Schüler schikaniert und gedemütigt hat. Als Kragler droht, ihn fertigzumachen, versichert Walki, dass er ihn dann anzeigen würde.

Motte vermeidet es, Bogi zu besuchen und hat deshalb ein schlechtes Gewissen. Als Motte mit dem Fahrrad zur neuen Wohnung fährt, trifft er auf dem Weg Neandertal-Klaus. Dieser lässt Motte an seinem Joint ziehen. Motte fährt weiter und kommt durch die Fußgängerzone, wo gerade eine Rollstuhl-Squaredance-Vorführung stattfindet. Die Wirkung des Joints hat mittlerweile eingesetzt. Plötzlich steht Steffi hinter ihm. Sie bemerkt, dass Motte gekifft hat, trotzdem nimmt sie an, als er sie einlädt, in ein Café zu gehen. Auf dem Weg nach Hause eröffnet Steffi Motte, dass sie ihn mag. Überfordert und noch immer benebelt von dem Joint, fährt Motte wortlos mit dem Fahrrad davon.

Seit einigen Tagen ist Bogi wieder zu Hause. Motte verbringt so viel Zeit wie möglich mit ihm. Steffi und er sind inzwischen ein Paar geworden. Zusammen mit Bogi geht er zur Eröffnung des neuen „Rockworld“-Musikladens in der Stadt. Auch Steffi ist zu der Eröffnung gekommen. Als sie Motte vor aller Augen küsst, erfährt auch Bogi, dass die beiden zusammen sind, was ihm aber nichts ausmacht. Auf dem Heimweg treffen Motte und Bogi Jan und Walki im Stadtpark; sie spielen zusammen Fußball – Bogi aber wirkt auf einmal sehr müde.

Bogi ist wieder im Krankenhaus. Als Motte ihn besucht, erscheint dieser ihm zunächst noch ganz munter. Mitten im Gespräch erinnert er Motte plötzlich daran, dass die beiden Flaschen Amselfelder Rotwein noch in ihrem Versteck liegen. Motte gibt zu, dass er in den letzten Monaten schon einige Erfahrungen mit Alkohol gemacht und sogar gekifft hat. Als Motte Bogi zwei Tage später wieder besucht, geht es diesem schon so schlecht, dass er nicht mehr ansprechbar ist. Kurz darauf stirbt er. Motte ist geschockt und rennt aus dem Krankenhaus davon.

Motte irrt kopflos durch die Straßen und steht schließlich vor dem Haus der Schnellstiegs. Im Schuppen hinter dem Haus holt er die zwei Flaschen Amselfelder aus dem Versteck hervor. Vor dem Nachbarhaus, in dem er bis vor Kurzem gewohnt hat, steht ein Fahrrad, das er sich einfach nimmt. Er fährt zum nahegelegenen Waldrand, öffnet dort eine der beiden Flaschen und prostet Bogi damit zu.

Der Alkohol wirkt und Motte sucht Gesellschaft. Er fährt zum Haus seines Sozialkundelehrers Meinhardt Vogt. Dieser hat den Schüler*innen immer wieder von seinem „Open House“ erzählt und sie ermutigt, dort jederzeit vorbeizukommen. Auch der Lehrer ist alkoholisiert und bittet Motte herein. Als Meinhardt nach Bogi fragt, verschweigt Motte, dass dieser gestorben ist, stattdessen tut er so, als ob es Bogi schon viel besser gehe. Als der Lehrer einen Super-8-Film von der letzten Klassenfahrt einlegt, auf dem auch Motte und Bogi zu sehen sind, ergreift Motte erneut die Flucht.

Auf dem Heimweg hält Motte vor dem geschlossenen Freibad, klettert über den Zaun und auf den Zehnmeterturm hinauf. Er versucht zu weinen, kann es aber nicht. Innerlich fühlt er sich vollkommen leer. Dann wird der Bademeister auf ihn aufmerksam, der ihn auffordert, unverzüglich herunterzukommen; doch Motte ist zu betrunken und muss sich übergeben. Elvis, der Bademeister klettert zu ihm hinauf und setzt sich zu ihm. Motte gibt vor, auf den Zehnmeterturm geklettert zu sein, um endlich seine Angst vor dem Sprung zu überwinden, und ohne weitere Vorwarnung springt er hinunter. Im Wasser überwältigt ihn die Traurigkeit und er beschließt, nie wieder ein Wort zu sprechen, weil das ganze Reden nichts an Bogis Tod ändern würde.

Sechs Wochen nach Bogis Tod findet die Urnenbestattung statt. Seit dem Vorfall im Freibad spricht Motte nicht mehr. Nach seinem Zusammenbruch hat er einige Wochen in psychiatrischer Behandlung verbracht und eine Therapie besucht. Als alle anderen Trauergäste bereits weg sind, verabschieden sich Motte, Jan, Walki und Steffi noch einmal allein am Grab von Bogi. Als auch Jan und Walki gegangen sind, beginnt Motte in den Armen von Steffi endlich zu weinen und auch wieder zu sprechen.

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